Anamnese:
In der Homöopathie wird der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele gesehen. Der homöopathische Arzt muss sich ein genaues Bild von seinem Patienten machen können. Dabei geht es um eine ausführliche Erhebung
  • Ihrer körperlichen Beschwerden (aktuelle und durchgemachte)
  • Ihrer psychischen Befindlichkeit (Ängste, Sorgen, Lebensgrund-sätze)
  • Ihrer Familienanamnese (d.h. Krankheiten,die bisher in Ihrer Familie auftraten)
  • Ihres sozialen Umfelds
  • Ihrer Biographie

Erkennen von Ursachen, Auslösern und Zusammenhängen:
In der homöopathischen Betrachtungsweise werden als Ursprung für Erkrankungen nicht nur Ursachen wie verschiedene Krankheitserreger (Bakterien, Viren etc.), genetische und Umweltfaktoren, mechanische Verletzungen und Ähnliches gesehen.
Auch vorhergehende Therapien (Medikamente, Operationen), sowie Lebensstil und "Schicksalsschläge" werden als mögliche Wegbereiter für den aktuellen Zustand in Betracht gezogen. Alle diese Faktoren können letztlich das Immunsystem schwächen.

Erkennen der eigenen Befindlichkeit:
Die homöopathische Medizin hilft Ihnen, eine Krankheit als Prozess zu erkennen. Ihr Körper drückt über bestimmte Symptome aus, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wir sollten versuchen, die Botschaft zu verstehen.
Die Heilung ist ebenso ein Prozess, und benötigt oft Zeit und Geduld. Ihr Körper zeigt Ihnen durch Reaktionen, dass die Behandlung wirkt. Diese Reaktionen können unterschiedlich sein, von einer spontanen Verbesserung der Erkrankung bis hin zu einer kurzfristigen Verschlimmerung. Doch auch dadurch zeigt Ihnen Ihr Körper, dass er sich nun gegen die Erkrankung wehrt.

Behandlung:
Aufgrund der ausführlichen Anamnese erhalten Sie Ihre homöopathische Arznei, das ist jenes Einzelmittel, das nach der Ähnlichkeitsregel am besten zu Ihnen passt. Der Vorgang der Arzneifindung kann unter Umständen längere Zeit dauern und mehrere Konsultationen erfordern, besonders wenn im Erstgespräch nicht alle wichtigen Informationen zur Sprache gekommen sind.
5 – 6 Wochen nach Beginn der Behandlung wird eine Kontrollordination vereinbart. Nach dieser Zeit kann die Wirkung der Arznei beurteilt werden. Bei akuten Zuständen muss natürlich der Therapieerfolg in viel kürzeren Abständen überprüft werden.
Bei chronischen Krankheiten ist immer eine längere, kontinuierliche homöopathische Behandlung nötig, wobei auch mehrere Arzneien hintereinander zum Einsatz kommen müssen. Bei akuten Krankheiten kommt es jedoch meist sehr rasch zu einem beeindruckenden Erfolg.

Verträglichkeit und Nebenwirkungen:
Da die homöopathischen Arzneien - am Gesunden geprüft – Symptome erzeugen, können sie bei falschem und zu langem Gebrauch sehr wohl auch "unerwünschte Nebenwirkungen" verursachen. Die Behandlung durch einen ausgebildeten und erfahrenen homöopathischen Arzt ist daher anzuraten.